Der November war für mich ein richtiger Werkstattmonat. Stundenlang war ich zwischen Wolle, Farben und all den kleinen Schätzen unterwegs, die sich in meiner Werkstatt tummeln. Ich habe gefilzt, geformt, probiert, verworfen und wieder neu angefangen – und genauso fühlt es sich an: ein kreatives Durcheinander, das am Ende so viele neue Dinge hervorbringt.
In dieser Zeit sind Wichtelhäuser entstanden, Lampenschirme in den unterschiedlichsten Varianten, Taschen, ein Hexenhut und noch einiges mehr. Manchmal wollte ich am liebsten fünf Projekte gleichzeitig machen – und genau so hat es zwischendurch auch ausgesehen: Hier ein Haufen Wolle, dort bunte Fasern, da eine Lampe ohne Fuß, daneben ein Lampenfuß ohne Lampe, irgendwo steht ein Glas, das auf seine Verwandlung wartet… ein herrliches, kreatives Chaos.
So sieht mein Werkstattleben eben aus: lebendig, chaotisch, bunt und voller Möglichkeiten. Jeder Tag bringt eine neue Idee, und manchmal stolpere ich sogar über eine, die ich gestern noch gar nicht gesucht habe.
Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, wie vielseitig Wolle ist. Was man mit diesem Material alles machen kann, ist schlicht unglaublich. Von sanften Lichtobjekten bis hin zu robusten Taschen — der Rohstoff lässt sich in so viele Richtungen formen und verändern. Und das Schönste daran: Wolle ist ein Geschenk, das immer wieder neu wächst. Unsere Landschaftspfleger – die Schafe – tragen brav dazu bei, dass ich mich jedes Jahr wieder austoben kann.
So fühlt sich mein November an: voll Wolle, voller Ideen und voller Freude an dem, was aus meinen Händen entsteht.









































